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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Wasserschutz

LRA Sigmaringen, Stand 16.4.2014

  • Begrünungspflicht im Wasserschutzgebiet
  • Grundsätzlich gilt in Problem- und Sanierungesgebieten:

Nach der Ernte der Hauptfrucht bzw. letzten Kultur ist baldmöglichst eine Begrünung anzusäen, wenn im gleichen Jahr keine Winterung folgt. Ziel ist ein geschlossener Begrünungsbestand mit hoher N-Aufnahme.

Flächen, die im folgenden Jahr stillgelegt werden, müssen bereits im Herbst begrünt werden.

Spätester Termin für die Aussaat : 

  • 01. September in Höhenlagen  über 500 m
  • 15. September in Höhenlagen unter 500 m 
  • Ausfallraps gilt nur als Begrünung, wenn bis Ende August ein geschlossener Bestand vorhanden ist.
  • Ausfallgetreide ist keine Begrünung
  • Leguminosen in Gemengen mit über 50% oder Reinanbau von Leguminosen sind nur bei einer Schnittnutzung im Herbst oder bei Einarbeitung im Frühjahr zulässig.

Ist wegen später Hauptfruchternte eine Aussaat der Begrünung bis zu den oben genannten Terminen nicht möglich, so darf bis zum zulässigen Bodenbearbeitungstermin (siehe folgende Tabelle) keine Stoppelbearbeitung erfolgen. Es darf kein stickstoffhaltiger Dünger auf  diese nicht begrünten Flächen ausgebracht werden.

Bitte beachten:  

Begrünungseinarbeitung und Bodenbearbeitung in Problemgebieten

Nutzungs-/Standortverhältnisse

Sep.

Okt.

Nov.

Dez.

Jan.

Feb.

Mär.

....

Einarbeitung der Begrünung und Bodenbearbeitung erlaubt:

·         abfrierende Begrünung

·        unbegrünte Flächen

Höhenlage über 300 m

 

 

 

 

 

 

 

 

ab 1. 12.

 

 

 

 

 

 

·         winterharte Begrünung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ab 1.2.

 

 

 



Begrünungseinarbeitung und Bodenbearbeitung in Sanierungsgebieten

Nutzungs-/Standortverhältnisse

Sep.

Okt.

Nov.

Dez.

Jan.

Feb.

Mär.

....

Einarbeitung der Begrünung und Bodenbearbeitung erlaubt:

 

·         abfrierende Begrünung

·        unbegrünte Flächen

 

Höhenlage über 500 m *)

·         nach Kartoffeln

·         nach N-reichen Ernteresten

·        nach Wirtschaftsdünger nach der Ernte

 

 

 

 

 

 

 

frühe Sommerungen ab 1.2.

 

späte Somm. ab 1.3.

 

 

 

 

 

·         sonstige Vorfrüchte

·        kein Wirtschaftsdünger

 

 

 

 

 

 

ab 1.12.

 

 

 

 

 

 

 

·         winterharte Begrünung

 

 

alle Höhenlagen

·         alle Vorfrüchte

 

 

 

 

 

 

 

frühe Sommerungen ab 1.2.

 

späte Somm. ab 1.3.

 

 

 

 

 

 *)Es kann davon ausgegangen werden, dass die landwirtschaftlich genutzten Flächen in  Wasserschutzgebieten im Kreis Sigmaringen in einer Höhenlage über 500 m liegen! 

  • Die Begrünungspflicht gilt nicht in den Wasserschutzgebieten der Nitratklasse I (Normalgebiete bzw. ogL-Gebiete).
  • MEKA-Verpflichtungen  berücksichtigen

Festmistausbringung nach der Ernte

In der SchALVO ist geregelt, dass nach der Ernte von Getreide zu einer abfrierenden Begrünung auf B-Böden (weniger auswaschungsgefährdete Böden) nur dann Festmist ausgebracht wertden darf, wenn das Stroh auf dem Feld verbleibt.
Mit Erlass vom 02.08.2002 wurde diese Regelung dahingehend geändert, dass der Festmist auch dann ausgebracht werden kann wenn das Stroh abgefahren wurde. 


Mulchsaat in Problem- und Sanierungsgebieten

Gemäß der neuen SchALVO ist in Problem- und Sanierungsgebieten die Mulchsaat bzw. Direktsaat zu Winterkulturen nach bestimmten Vorfrüchten obligatorisch vorgeschrieben (z.B. Wintergetreide nach Mais und Raps). In diesen Fällen darf im Rahmen des MEKA I und II für die Durchführung der Mulchsaat keine Prämie gewährt werden, da dies eine unzulässige Doppelförderung darstellen würde.
Ist dieses Saatverfahren jedoch in der SchALVO nicht zwingend vorgeschrieben (z.B. Wintergerste nach Winterweizen), so kann über MEKA gefördert werden.   


Einteilung der Wasserschuztgebiete

Kurzinformation zur SchALVO, Stand März 2008
Die Wasserschutzgebiete sind nach der SchALVO in Abhängigkeit von der Grundwasserbelastung mit Nitrat in 3 Kategorien eingeteilt:

  • Normalgebiete (ogl-Gebiete)
  • Problemgebiete
  • Sanierungsgebiete

Im Kreis Sigmaringen ist die Einteilung der Wasserschutzgebiete aus folgenden Tabellen ersichtlich:

Problemgebiet:

Durchschnittliche Nitratkonzentration im Rohwasser von mehr als 35 mg/l (oder 25 mg/l und steigende Tendenz)
 

WSG-Nr. WSG-Name Hauptgemeinde Einstufung
besteht seit
437017   GWF Erlenstauden Bad Saulgau  01.01 2001
437020   GWF Mannsgrab Bad Saulgau  01.01 2001
437021   Wagenhausertal Bad Saulgau  01.01 2010
437022   Steinwiesen Bad Saulgau  01.01 2012
437038   GWF Litzelbach Pfullendorf  01.01 2001
437045   QF Waldsteig Herdwangen-Schönach 01.01 2001
437052   Jettkofen Ostrach 01.01 2006
437062 B QF Burrenquelle Mengen  01.01 2006
437066   GWF Birkhöfe Hohentengen 01.01 2001
437077   GWF Spitzbreite Ostrach 01.01 2006
437084   Rosna Mengen  01.01 2009
437088   Glashütten, Höchsten Deggenhausertal 01.01 2011
437092 D Andelsbachtal, TB II Brunnhausen Pfullendorf  01.01 2012

437092 F

Andelsbachtal, TB GWF Neubrunn Illmensee

01.01 2013

437064 B

Hauwiesen/Steienerner Brunnen Menegen-Ennetach

 01.01.2014

415035

Kesselbrunnen/Kohlplatte Gammertingen-Kettenacker

 01.01.2014

Sanierungsgebiet

Durchschnittliche Nitratkonzentration im Rohwasser von mehr als 50 mg/l (oder 40 mg/l und steigende Tendenz)

WSG-Nr. WSG-Name Hauptgemeinde Einstufung
besteht seit
437018   GWF Bierstetten und GWF Schwemmer-Esch Ebersbach-Musbach 01.01 2001
437027   QF Repperweiler Hohentengen 01.01 2001
437051   QF Katzensteige (NZ) Bad Saulgau  01.01 2001
437092 G Andelsbachtal, QF Neubrunn Illmensee 01.01 2010
437092 H Andelsbachtal, GWF Zoznegg Ostrach 01.01 2010
437095   GWF Albergasse Bad Saulgau  01.01 2006

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