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Aktuelle Informationen

16.05.2018

Infodienst Nr. 6


Endlich sind die dringend benötigten Niederschläge in ausreichender Menge flächendeckend gefallen. Auf flachgründigen Standorten sieht die Situation teilweise nicht sehr gut aus. Deutliche Ausdünnungen und schlecht aufgelaufenes Getreide sind vor allem auf der Alb und kiesigen Standorten zu beobachten. Krankheiten sind bis jetzt kaum zu beobachten.


Winterweizen

Der Weizen hat fast überall im Kreis das Fahnenblatt geschoben und befindet je nach Situation im Stadium ES 37-39. Falls nur eine Einmalbehandlung angedacht wurde, sollte diese in Bälde bis anfangs nächster Woche erfolgen, auch wenn das Fahnenblatt teilweise noch nicht ganz voll entwickelt (ES 37-39) ist.

Die üppigen Niederschläge der vergangenen Tage schufen ideal Bedingungen für Neuinfektionen bei Septoria tritici, obwohl der Ausgangsbefall sehr gering ist und meistens auf die vierte und noch niedrigere Blattetagen beschränkt.

Die allermeisten Betriebe haben bis jetzt noch keine Fungizidbehandlung durchgeführt, sodass in vielen Fällen eine Einmalbehandlung reichen muss.

Wir empfehlen carboxamidhaltige Mittel bzw. wie z.B. Adexar, Ceriax, Ascra Xpro oder Elatus Era in den üblichen Aufwandmengen. Als Resistenzbrecher können die chlorthalonilhaltigen Mittel Amistar Opti oder Credo zugesetzt werden.

Weitere Mittel mit etwas geringerer Kurativ- und Protektivwirkung sind Eleando, Epoxion Top, Input classic oder Opus Top, jeweils in Mischung mit 1,25 l Credo oder 1,5l Amistar Opti. Beachten Sie dass die Aufbrauchsfrist bei Credo zum 30.11.2018 ausläuft.

 

Falls gegen Fusarium auf Risikoflächen (Vorfrucht Mais und Mulchsaat) die Abschlussbehandlung erst zur Blüte gesetzt wird, muss jetzt auf jeden Fall auch eine Behandlung erfolgen. Dies gilt auch für den Fall, wenn in ES 31-32 bereits ein Mittel appliziert wurde, da der Abstand bis Blütenbehandlung zu groß wäre und kein ausreichender Septoriaschutz gewährleistet wäre.

Im Falle der angedachten Fusariumbehandlung können die bereits genannten carboxamidhaltigen Mittel/Kombinationen um ca 25%, ausgehend von der vollen Aufwandmenge, reduziert werden oder mit den ebenfalls genannten schwächeren Mitteln appliziert werden. Diese sollten dann allerdings nicht weiter reduziert werden.

 

Triticale

Triticale wird in Kürze überall die Ähren schieben und es ist jetzt Zeit an die Abschlussbehandlung zu denken. Falls bereits eine Behandlung vorgelegt wurde hat sich eine Behandlung mit Juwel Top in den letzten Jahren bewährt. Wenn Sie Probleme mit Ährenfusariosen erwarten kann mit der zweiten Behandlung noch zugewartet werden bis zum Beginn der Blüte. Mittel der Wahl sind dann Osiris oder Prosaro. Betriebe die GPS machen sollten ebenfalls gegen Blattkrankheiten behandeln. Hier kann die Aufwandmenge bewährter Mittel um 1/3 verringert werden. Carboxamidhaltige Mittel sind nicht nötig.

 

Sommergerste und Hafer

Sommergersten befinden sich meistens im Stadium ES 30-31. Fungizidbehandlungen orientieren sich bei Mittelwahl und Strategie an der Wintergerste. Meistens sind Einfachbehandlungen im Stadium 39-49 am wirtschaftlichsten. Wenn Mehltaugefahr droht gilt dies natürlich nicht und es ist eine Vorbehandlung in Stadium 32 angeraten. Zu diesem Zeitpunkt kann auch ein Wachstumsregler wie Moddus in lagergefährdeten Beständen der Spritzbrühe zugegeben werden.

Entscheidend bei der Sommergerste ist ein langanhaltender starker Schutz gegen Ramularia und nichtparasitäre Blattflecken. Wir empfehlen die Mittel Input Xpro, Aviator Xpro, Adexar, Elatus Era oder die altbewährten etwas schwächeren aber günstigeren Mittel Input Classic oder Champion in angepassten Aufwandmengen. Ein chorthalonilhaltiger Wirkstoff wie Amistar Opti oder Credo muss  auf jeden Fall zugemischt werden.

03.05.2018

Infodienst Nr. 5


 

Winterraps

 

Mehrere Flächenkontrollen bestätigen, dass einige Rapsbestände heuer typische Symptome der sogenannten „Knospenwelke“ zeigen. Diese „Krankheit“ ist bei uns sehr selten.

Diese abiotische Schädigung der Rapsblüten sollte nicht mit Rapsglanzkäferbefall verwechselt werden! Eine weitere Insektizidanwendung ist vollkommen zwecklos.

 

Ausgangspunkt dieser Symptomatik ist nämlich die extreme Frühjahrswitterung in Kombination mit anderen Faktoren (z.B. Sandböden). Wir hatten lange, kühle Phasen mit nachfolgender Trockenheit und extrem starker Sonneneinstrahlung. Dieses Faktum verursachte starke Schwankungen in der Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen. Und der sonst eigentlich „zähe“ Raps reagiert in dieser Entwicklungsphase auf jegliche Wasser- und Nährstoffschwankungen ausgesprochen sensibel: Ein vorzeitiger Knospenabwurf war die Folge. Die explosionsartige Vegetationsentwicklung der letzten drei Wochen mit starken Temperaturdifferenzen sowie das örtlich starke Auftreten von Rüsslern und Rapsglanzkäfern haben dieses Phänomen noch weiter verschlimmert.

 

Die Symptome der Rapsknospenwelke sind jetzt gut zu erkennen. Blütenanlagen bleiben im Knospenstadium in unterschiedlich starkem Ausmaß stehen, werden zunächst gelbgrau, welken dann und fallen später ab. Die Blütenstiele sind deutlich verkürzt und der Schotenansatz wird in der Folge nicht ausgebildet.

 

Um Klarheit zu bekommen sollten zur Unterscheidung, ob der Schaden durch Rapsglanzkäfer oder durch die Knospenwelke verursacht wurde, die Schotenstiele genau betrachtet werden:

•Bei der Knospenwelke sind die Schotenstiele abgefallen, vertrocknet bzw. deutlich verkürzt.

•Beim Rapsglanzkäfer sind die Schotenstiele fast noch in voller Länge vorhanden und am äußeren Ende aber verdickt.

 

 

Wintergerste

 

Die Bestände haben überwiegend das Stadium 39-49 erreicht. Falls noch nicht geschehen kann auch jetzt noch ein Wachstumsregler in deutlich reduzierter Aufwandmenge eingesetzt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist letztendlich auch der Einsatz des Wachstumsregler Cerone möglich. Späte Anwendungen von Wachstumsreglern kürzen nur den oberen Halmabschnitt ein und eignen sich vor allem zur Nachjustierung sehr dichter, bereits behandelter Bestände und solcher bei denen ein sehr starker Wachstumsschub aufgrund wüchsiger Witterung und/oder Mineralisation hoher organischer Stickstoffmengen zu rechnen ist. Ohne Zweifel ist der der Einsatz von Cerone aber ein probates Mittel, um Ähren- und Halmknicken deutlich zu reduzieren. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist allerdings äußerste Vorsicht geboten. Falls noch eingekürzt werden muss, dann nur in Beständen auf besseren Böden, die ein hohes Wasserhaltevermögen besitzen. Bestände, die sichtbar gestresst sind können mit empfindlichen Ertragseinbußen reagieren.

Die meisten Betriebe werden jetzt die Abschlussbehandlung gegen Ramularia einplanen. Der Zeitpunkt für diese überauswichtige Behandlung liegt zwischen ES 39- ES 49. Falls ein Mittel vorgelegt wurde, kann durchaus bis zum Grannenschieben zugewartet werden.

Ramularia und nichtparasitäre Blattflecken treten sehr oft als Komplex auf und lassen sich oft mit bloßem Auge kaum unterscheiden. Strahlungsreiches Wetter nach Niederschlägen begünstigt diesen Krankheitskomplex., der erfahrungsgemäß jedes Jahr auch witterungsunabhängig früher oder später auftritt. Nichtbehandelte Bestände brechen innerhalb kürzester Zeit zusammen und reagieren mit sehr hohen Mindererträgen, die sich auf dem Versuchsfeld Krauchenwies meistens auf 20 dt/ha (+- 5dt/ha) belaufen.

Da Resistenzen von Strobilurinen und Carboxamiden, besonders auch bei Ramularia, in den letzten 2 Jahren massiv zugenommen haben, sind nur noch Mischungen mit einem clorthalonilhaltigen Wirkstoff (1,5l/ha Amistar Opti oder 1,2 l/ha Credo) empfehlenswert.
Bewährte Mischungen setzen sich daher aus einem Carboxamid (1,2 l/ha Adexar, 1,0 l/ha Aviator Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era) und einem der obengenannten Mittel zusammen. Möglich ist auch eine Mischung aus 0,8 l/ha Input Classic und clorthalonilhaltigem Mittel.
Falls eine vernünftige, gegen Ramularia wirksame Vorlage, (z.B. 0,8 l/ha Input Classic) gesetzt wurde, können die Aufwandmengen der Carboxamide um ca 20-30% reduziert werden. Der chlorthalonilhaltige Partner sollte aber nicht reduziert werden.

 

 

Winterweizen

 

Die meisten Weizenbestände befinden sich im Stadium 32. Das Risiko für Infektionen mit Septoria tritici war bis jetzt nicht existent. Trockenheit und meist böiger Wind ließen eine anhaltende Blattfeuchte als Voraussetzung für Infektionen nicht zu. Einkürzungsmaßnahmen sind sehr vorsichtig zu handhaben und in vielen Fällen nicht notwendig. Vielleicht kommen nächste Woche endlich nennenswerte Niederschläge, die zu einem Abbau der physiologischen Stressituation der Pflanzen führen würden, sodass Behandlungen danach deutlich verträglicher wären.

 

Betriebe, die von einem hohen Befallsrisiko bei Fusarium aufgrund Vorfrucht, Bodenbearbeitung und anfälliger Sorte sind in diesem Jahr gut beraten die erste Behandlung in ES 33-37 zu setzen und dann Mitte Blüte eine Fusarium behandlung durchzuführen. Bis ES 37 kann noch eingekürzt werden und es ist noch mit einer gewissen Halmbruchleistung bei geeigneten Mittel zu rechnen. Falls Sie sich für diese Strategie entschließen sollte zu diesem Zeitpunkt ein carbomaxidhaltiges Mittel in 80-100% Aufwandmenge eingesetzt werden (z.B. Elatus Era, Adexar, Ceriax oder Aviator Xpro).

 

Viele Bestände dürften in diesem Jahr auch mit einer Einmalbehandlung in ES 39-49 zur Ertrags-, und Qualitätssicherung auskommen. Dies gilt für blattgesunde Sorten bei den Vorfrüchten Raps oder Leguminosen und auf Standorten, die erfahrungsgemäß ein eher unterdurchschnittliches Risiko für Septoriainfektionen haben. Mittelauswahl und weitere Informationen im nächsten Infodienst.

24.04.2018

Infodienst Nr. 4


Winterraps

Nach der ungewöhnlich warmen Witterung der beiden letzten Wochen beginnen die Bestände aufzublühen und die Gefahr des Rapsglanzkäfers, der in diesem Jahr wieder meistens kein großes Problem darstellte, dürfte dann in den meisten Fällen gebannt sein.

Es kann nun nachgedacht werden, ob eine Blütenbehandlung durchgeführt werden soll. Idealerweise wird diese erst Mitte der Blüte durchgeführt, da zu diesem Zeitpunkt die Wirkung gegen Sklerotinia am besten ist. Ob eine Blütenbehandlung wirtschaftlich sinnvoll ist lässt sich leider immer noch nicht sicher prognostizieren, da die Witterungsbedingungen während der Blüte unbekannt sind. Betriebe mit einem hohen Rapsanteil in der Fruchtfolge sollten diese Behandlung aber auf jeden Fall durchführen. Die extrem trockene Witterung der letzten Woche lässt darauf schließen, dass Apothecien (sind kleine unscheinbare Pilze, die sich aus den Sklerotien entwickeln und auf in den Äckern auf denen während der letzten 3 bis max. 7 Jahre Raps angebaut wurde zu finden sind) sich nicht entwickeln konnten und daher bis jetzt noch kein infektiöses Sporenmaterial abgeben konnten. Falls nächste Woche einen feucht-kühlere Wetterphase eintritt, kann sich die Ausgangslage allerdings sehr schnell ändern.


Günstige Infektionsbedingungen für Sklerotinia oder Rapskrebs liegen bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit oder Blattnässeperioden von ca 24 h bei warmer, wechselfeuchter Witterung vor. In Trockenphasen ist der morgendliche Tau bereits ausreichend für Infektionen. Die besten Wirkungsgrade einer Blütenbehandlung werden zur Mitte der Blüte erreicht. Auch aus diesem Grunde scheint es günstig den Spritztermin möglichst weit nach hinten zuschieben. Geeignete Mittel sind 0,5 l/ha Cantus Gold, 1,0 l/ha Propulse, 1,0 l/ha Symetra oder 1,0 l/ha Custodia. mit einer sehr guten Wirkung gegen Sklerotinia. Die Schotenfestigkeit wird zudem positiv beeinflusst. Ein neu zugelassenes Mittel ist Efilor (Cantus+Caramba), das bereits anfangs der Blüte empfohlen wird.

Die Gefahr von Durchfahrverlusten lässt sich abends bei niedrigem Turgordruck der Pflanzen verringern. Bei Fahrgassen unter 15m Breite ist aufgrund relativ hoher Durchfahrtsverluste nur ein Mehrerlös zu erzielen, wenn Sklerotinia massiv auftritt. Um die Schotenbildung und das TKG günstig zu beeinflussen können 20 kg N in Form von AHL oder Harnstoff der Spritzbrühe zugesetzt werden. Diese Maßnahme ist nur bei Raps mit hohem Ertragspotentia über 40 dt/ha anzuraten. In lückigen beständen besteht die Gefahr von mehr Nachblütern. Die Wassermenge sollte 300l /ha betragen und bei nicht zu hohen Fahrgeschwindigkeiten von max. 7km/h etwas grobtropfiger ausgebracht werden, um den Bestand zu durchdringen.

In Gebieten wo in den Vorjahren regelmäßig Schäden durch die Kohlschotenmücke vorgekommen sind kann die Zumischung eines Insektizids wie Mavrik oder ein Pyrethroid der Klasse2 Sinn machen. Normalerweise machen aber nur Randbehandlungen Sinn. Solange die Temperaturen auf dem derzeitig niedrigen Niveau verharren dürfte die Gefahr durch die Kohlschotenmücke sowieso gering bleiben. Bedenken Sie, dass jede insektizide Behandlung der Resistenzentwicklung sämtliche wichtiger Schädlinge Vorschub leistet. Dies gilt natürlich insbesondere für den Rapsglanzkäfer.

 

Folgendes zum Bienenschutz:

Falls ein Pyrethroid wie z.B. Fastac SC oder Karate Zeon verwendet wird ändern sich Mischungen mit azolhaltigem Mischungsparten wie z.B. Propulse, Efilor, Custodia etc in B2 (Einsatz nach Ende des täglichen Bienenfluges bis 23:00 Uhr).Mischungen aus Mospilan oder Nexide + azolhaltigem Fungizid werden als B1 eingestuft und dürfen nicht verwendet werden.

 

 

Neue Erkenntnisse des Instituts für Bienenkunde beim Julius-Kühn Institut (JKI):

Bei Insektizid + Insektizid – Mischungen ergeben sich wie vermutet additive bis synergistische Wirkungen, so dass diese Kombinationen als bienengefährlich (B1) eingestuft werden und nicht in die Blüte appliziert werden dürfen.

Bei der Kombination Insektizid – Fungizid sind vor allem Biscaya + Mirage 45 EC (Prochloraz) sowie Steward + Azolfungizid im Labor durch hohe Mortalität aufgefallen und führten auch im Halbfreiland zu einem deutlichen Anstieg der Mortalität und sollten bis zur Klärung durch Freilandversuche für Blütenbehandlungen nicht empfohlen werden . Andere Mischungen von Biscaya mit z.B. Cantus Gold sind hingegen unproblematisch.

 

Grundsätzlich sollten aber auch bienenungefährliche Pflanzenschutzmittel nur nach dem täglichen Bienenflug eingesetzt werden

 

 

Wintergerste

Die Wintergerste befindet sich jetzt je nach Lage und Aussaatzeitpunkt in den Stadien von ES 33 bis ES 37. Es sind bis jetzt nur vereinzelt Krankheitssymptome zu finden vor allem aber Netzflecken und Rynchosporium. Neuinfektionen sind bis zu einer Phase, in der flächendeckende Niederschläge einsetzen nicht zu erwarten. Trotzdem müssen die Bestände kontrolliert werden, da einzelne Regionen durchaus etwas Regen in den letzten beiden Wochen abbekommen haben. Wer aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen noch kein Wachstumsregler eingesetzt hat sollte dies sofort einplanen und aufgrund der Trockenheit die Aufwandmengen gegenüber Normaljahren reduzieren. Ein Fungizid muss bis zur Abschlussbehandlung nicht zugesetzt werden. Falls Sie dennoch darauf nicht verzichten wollen, empfiehlt sich Input Classic mit 0,6 l/ha. Das darin enthaltenen Prothioconazol  ist auch gegen Ramularia wirksam und kann bei der Abschlussbehandlung, die in Bälde folgen wird , angerechnet werden. Die Abschlussbehandlung in der Wintergerste mit optimalem Schutz gegen Ramularia macht im Stadium 39 – 49 Sinn. Zur Mittelauswahl erfolgen Informationen im nächsten Infodienst.

 

Herbizidbehandlungen in Sommergetreide

Sommergetreide hat häufig 3-4 Blätter gebildet und so das optimale Stadium zur Unkrautbekämpfung erreicht. In Sommergerste empfehlen wir Axial 50 (0,9 l/ha) gegen Windhalm und Flughafer. Bei Ackerfuchsschwanz muss auf 1,2 l/ha erhöht werden. Idealerweise sollte auf Ackerfuchsschwanzstandorten Ungras und Unkrautbehandlung im Splittingverfahren durchgezogen werden um optimale Wirkungsgrade zu erreichen.

Die Zulassung von Lexus ist widerrufen , sodass die einzige Möglichkeit in Hafer Ackerfuchsschwanz zu bekämpfen wegefallen ist.
Auf reinen Windhalmstandorten ist Concert SX (100 g/ha) möglich.

Die Partner zur Unkrautbekämpfung richten sich nach den Leitunkräutern. Axial 50 ist sehr mischungssensibel und sollte nur mit Mitteln gemischt werden, die ausdrücklich vom Hersteller freigegeben sind (Gebrauchsanleitung); kein Husar Plus, Concert, Wuchsstoffe (>900g a.i./ha) und bifenoxhaltige Mittel. In Sommerkulturen sind wuchsstoffhaltige Mittel unter Umständen von Vorteil, da sulfonylharnstofflastige Spritzfolgen durchbrochen werden und einer Selektion der Unkräuter vorgebeugt werden kann. Neu in diesem Jahr sind die Mittel Zypar und Pixxaro, die den neuen Wirkstoff Arylex enhalten, der eine ausgezeichnete Wirkung gegen Klettenlabkraut hat. Bezüglich der Resistenzvorbeugung gilt das gleiche wie bei den Wuchsstoffen beschrieben. Zu beachten ist die Auflage NG 405, die eine Anwendung auf drainierten Flächen untersagt.

 

Winterweizen

 

Die meisten Weizenbestände befinden sich im Stadium 31-32. Das Risiko für Infektionen mit Septoria tritici war bis jetzt äußerst gering. Diese Situation wird sich bis zu den nächsten flächendeckenden Niederschlägen nicht grundlegend ändern. Der Ausgangsbefall ist auf dem Versuchsfeld und in den meisten Praktikerschlägen sehr gering. Ausnahmen stellen vielleicht absolute Frühsaaten oder Stoppelweizen dar.

 

Falls Wachstumsreglerbehandlungen vorgesehen sind können diese jetzt am Wochenende bzw. anfangs nächster Woche in Verbindung mit der ersten Fungizidbehandlung gesetzt werden. Dies trifft für Betriebe mit einer intensiven Bestandsführung, die eine 2-fach Fungizidstrategie fahren zu. Es stehen Medax Top+Turbo (0,3-0,6l/ha + 0,4-0,6kg/ha), Prodax (0,3-0,5 kg/ha) und Mischungen aus Moddus (0,15-0,3l/ha) und CCC (0,3-0,6l/ha) zur Verfügung, die in Abhängigkeit von Bestand, Sorte und vor allem Witterung und Wasserführung dosiert werden müssen.

Geeignete Fungizide mit hoher kurativer Wirkung sind Capalo , Input Classic oder auch Cirkon; damit können jetzt noch eventuelle Halmbruchinfektionen mitbehandelt werden. Falls erwartungsgemäß Halmbruch keine Rolle spielt, können auch etwas kostengünstigere Mittel wie Eleando oder Epoxion Top eingesetzt werden. Bei stark gestressten Beständen, die keinen Regen abbekommen haben, bzw. flachgründigen Standorten ist Vorsicht geboten. Es besteht prinzipiell auch die Möglichkeit bis ES 37 zu verkürzen, sodass zunächst Niederschlägen abgewartet werden können.

Dieses Jahr ist zu überlegen, ob Betriebe mit 2-fach Strategie die Einsatzzeitpunkte auf ES 37 und dann auf ES 65 in der Blüte verlegen. Aus fachlicher Sicht ist zum derzeitigen Zeitpunkt ein Fungizid nicht notwendig. Ausnahmen sind vereinzelte Bestände, die halmbruchgefährdet sind.

 

Felderbegehungen:


Die nächste Felderbegehung des Fachbereichs Landwirtschaft findet am Mittwoch den 3. Mai 2018 um 19:30 Uhr statt. Auf dem Zentralen Versuchsfeld Oberland bei Krauchenwies werden Düngungs- und Fungizidmaßnahmen in Getreide und Winterraps besprochen.

Die darauf folgenden Termine finden immer dienstags im 14 tägigen Rhythmus um statt:
15. Mai 2017 um 19:30 Uhr

29. Mai 2017 um 19:30 Uhr
Das Versuchsfeld liegt an der Bundesstraße 311 zwischen Krauchenwies und Rulfingen vor der Abfahrt nach Ostrach auf der linken Seite.
Alle interessierten Landwirte und Landwirtinnen sind herzlich eingeladen.

28.02.2018

Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen finden Sie zukünftig auf www.ga-sig.de oder www.landwirtschaft-sig.de

20.10.2017

Verschiebung der Sperrfrist im Landkreis Sigmaringen

Verschiebung der Sperrfrist im Landkreis Sigmaringen

Das Landratsamt Sigmaringen hat per Allgemeinverfügung mit Wirkung vom 20.10.2017 die Verschiebung von Beginn und Ende der Verbotszeiträume zur Aufbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff auf Grünland und mehrjähriges Ackerfutter auf dem Gebiet des Landkreises Sigmaringen festgelegt. (§ 6 Abs. 10 DüV in Verbindung mit § 6 Abs. 8 Nr. 2 Düngeverordnung)
 
Die sogenannte Sperrfrist wird für diesen Herbst/Winter um 2 Wochen nach hinten verschoben. Das heißt, die Ausbringung von flüssigem Wirtschaftsdünger, Geflügelkot und N-haltigem Mineraldünger auf Grünland und mehrjährigem Ackerfutter (bis 15.05.2017 gesät) ist für den Zeitraum 15.11.2017 bis einschließlich 14. Februar 2018 verboten .
Die Sperrfrist für Festmist (ausgenommen Geflügelmist) und Kompost wird nicht verschoben und gilt damit vom 15.12.2017 bis einschließlich 15.01.2018.
 
Folgende Auflagen sind zu beachten:
·         Die Verschiebung gilt nicht in Problem- und Sanierungsgebieten von Wasserschutzgebieten. Die Vorgaben der SchALVO (Schutzgebiets- und Ausgleichs-Verordnung) sind weiterhin zu beachten.
·         Die mögliche Aufbringungsmenge ist auf maximal 60 kg Gesamtstickstoff je ha zu begrenzen.
·         Die ausgebrachten Düngermengen sind zu dokumentieren . Die Stickstoffgaben sind mit ihrem anrechenbaren Stickstoffanteil bei der N-Düngebedarfsberechnung im Folgejahr zu berücksichtigen.
·         Die Ausbringung auf Flächen mit offenkundig starker Verkarstung im Untergrund (Dolinen, tiefe Karstwannen) ist verboten.
·         Die Vorgaben der Düngeverordnung sind einzuhalten. Insbesondere dürfen Düngemittel nicht ausgebracht werden, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Generell müssen Nährstoffeinträge in Oberflächengewässer vermieden werden.
 Die Allgemeinverfügung kann am Landratsamt Sigmaringen beim Fachbereich Landwirtschaft, Winterlinger Straße 9, 72488 Sigmaringen-Laiz
im Sekretariat oder auf der Homepage des Landratsamts Sigmaringen eingesehen werden.

11.10.2017

Albert ReisTechnikerschule Sigmaringen

Das Anmeldeformular für den neuen Jahrgang 2018/2020 an der Albert Reis Technikerschule steht Ihnen unter diesem Link zur Verfügung.

04.10.2017

Ausbildung- Neues Formular Ausbildungsvertrag

Bitte verwenden Sie ab sofort das neue Formular für Ihre Ausbildungsverhältnisse.
Neu ist seit 01.10.2017:
Es muss festgelegt werden, ob das Berichtsheft in schriftlicher oder elektronischer Form geführt wird.

Achtung: Da noch keine einheitliche elektronische Version vorliegt, muss in jedem Fall das Berichtsheft in ausgedruckter und unterschriebener Form zur Prüfungsanmeldung vorliegen!

Das Formular finden Sie in der Rubrik Aus- und Fortbildung unter aktuelles zur Ausbildung

08.08.2017

Neue Düngeverordnung

Das Merkblatt der LTZ Augustenberg zur neuen Düngeverordnung finden Sie hier

22.12.2016

Milchsonderbeihilfe 2017 der BLE

Informationen zum Antragsverfahren der Milchsonderbeihilfe 2017 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) finden Sie unter folgenden Links
Informationen zur Milchsonderbeihilfe, Homepage des Deutschen Bauernverbandes
Informationen zur Milchsonderbeihilfe der Bundeanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 

15.09.2016

Milchmengenreduzierungsprogramm

Für das EU-Programm Beihilferegelung zur Verringerung der Milcherzeugung auf dem Milchmarkt werden EU-weit 150 Millionen Euro ausschließlich aus dem EU-Haushalt bereitgestellt.
An dem Programm können alle Kuhmilcherzeuger in der EU teilnehmen, die bis einschließlich Juli 2016 Milch an einen oder mehrere Erstverkäufer geliefert haben und die ihre Liefermengen in einem 3-Monatszeitraum (Verringerungszeitraum) im Vergleich zu dem entsprechenden Bezugszeitraum des Vorjahres verringern wollen. Die Höhe der Beihilfe beträgt 14 Cent je kg verringerter Liefermenge.
Hinweis: Die erste Antragsstellung ist voraussichtlich vom 12. (ab mittags) bis 21. September 2016 - 12 Uhr (Ausschlussfrist!) möglich.
Die entsprechende EU-Verordnung ist seit dem 10. September 2016 in Kraft.

Unter diesem Link gelangen Sie zum direkt zum Beihilfeprogramm zur Reduzierung der Milchmenge Milchverringerungsbeihilfe

Dort finden Sie auch eine Kalkulationshilfe der LEL SChwäbisch Gmünd als Exceldatei.

24.08.2016

Gemeinsamer Antrag auf Agrarförderung 2016 – Änderung der Begrünungen


Gemeinsamer Antrag auf Agrarförderung 2016 – Änderung der Begrünungen
 
Der Fachbereich Landwirtschaft weist Landwirte und Antragsteller auf die folgenden Änderungsmöglichkeiten bei den ÖVF-Zwischenfrüchten und den FAKT-Begrünungen hin:
 
Bei den Zwischenfrüchten, beantragt als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) mit ÖVF-Code 20, hat die Aussaat einer Kulturpflanzenmischung aus mind. 2 Arten im Zeitraum vom 16.07. bis 01.10.2016 zu erfolgen. Der Bewuchs muss bis 15.01. des Folgejahres auf der Fläche verbleiben. Die Antragsteller haben die Möglichkeit, zusätzlich angemeldete ÖVF-Zwischenfrüchte wieder abzumelden oder bis zum 01.10.2016 auf andere Ackerflächen umzumelden.
 
Bei der FAKT-Herbstbegrünung E1.1, FAKT-Code 40, hat die Aussaat der Begrünung bis Mitte September 2016 zu erfolgen. Bis 15.09.2016 können Antragsteller Begrünungen auf andere Flächen ummelden.
 
Bei den FAKT-Begrünungsmischungen E1.2, FAKT-Code 41, hat die Aussaat bis Ende August 2016 zu erfolgen. Bis 31.08.2016 können die Begrünungsmischungen auf andere Flächen umgemeldet werden.
 
Bei der FAKT-Winterbegrünung F1, FAKT-Code 50, hat die Aussaat der Begrünungsmischung bis Ende August 2016 zu erfolgen. Bis 31.08.2016 kann die Winterbegrünung auf andere Flächen umgemeldet werden.
 
Ein Formular zur Änderung der ÖVF-Zwischenfrüchte bzw. der FAKT-Begrünungen finden Sie unter www.ga-sig.de

10.11.2015

Direktvermarktung im Landkreis Sigmaringen

Informationen zu den Rechtsbestimmungen für die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/pb/MLR.RP,Lde/Startseite/RP+Stuttgart/Infos+Direktvermarktung


Das elektronische Verzeichnis der landwirtschaftlichen Direktvermarktung im Lankreis
Suchen Sie Erzeugnisse und Erzeuger im Internet unter  www.so-schmeckt-sigmaringen.de.

13.08.2014

Pflanzenschutz-Sachkundenachweis

Der neue Sachkundenachweis im Scheckkartenformat kann seit 1. Juli 2014 online unter https://www.pflanzenschutz-skn-de beantragt werden. Es wird eine Beantragung mit Registrierung empfohlen. In Ausnahmefällen kann der Antrag auch schriftlich bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde des Hauptwohnsitzes gestellt werden. - Schriftlicher Antrag Sachkundenachweis (pdf Datei); -  Aktuelles zum Sachkundenachweis (pdf Datei)

12.04.2014

Cross Compliance ("Anderweitige Verpflichtungen")

Diese Seite (direkt erreichbar unter www.cc-sig.de) soll Ihnen einerseits den Überblick überdie Regelungen zu Cross Compliance (CC) erleichtern und Sie andererseits vor allem bei der Dokumentationspflicht unterstützen. Der Übersichtlickeit wegen sind die Inhalte verkürzt; sie erheben keinen Anspruch auf jederzeitige Vollständigkeit und Aktualität. Hierzu wird auf die einschlägigen Unterlagen verwiesen. Die weiter gehenden Informationen finden Sie an zentraler Stelle im diesem Informationsdienst derLandwirtschaftsverwaltung.

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