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Infodienst Nr. 8

Datum: 30.05.2017

Sommergerste und Hafer

Die meisten Bestände sind im Stadium ES 32 – 39. Ab ES 39 kann in Sommergerste die Abschlussbehandlung gefahren werden. In der Regel sind etwas reduzierte Aufwandmengen ausreichend wirksam, Allerdings sollte immer Wert auf eine Ramulariawirkung gelegt werden. So ist z.B. 1,0 l/ha Credo + reduzierte Menge von Carboxamiden wie z.B. 0,8 l/ha Aviator Xpro oder 1 l/ha Adexar oder 0,8 l/ha Elatus Era angeraten. Zur Stabilisierung der Bestände kann Cerone zugemischt werden, allerdings nur wenn ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Auf leichten Standorten wird man vielfach besser auf Wachstumsregler verzichten.

Im Hafer sind nur wenige Fungizide zugelassen. Bis dato hat sich Juwel Top bewährt, allerdings sind deutlich reduzierte Mengen um 0,7 l/ha ausreichend. Alternativ kann mit bis 2,0 l/ha Osiris gearbeitet werden. Für die Stabilisierung der Bestände ist in der Wachstumsphase um EC 37 CCC sehr gut geeignet. Bei der jetzt trockener Witterung sollte aber vorsichtig behandelt werden

 

Getreidehähnchen

Obwohl in diesem Jahr der Druck mit Getreidehähnchen bis jetzt relativ gering ist sollten Sie vor anstehenden Fungizidmaßnahmen die Befallssituation kontrollieren. Falls die Schadensschwelle (ca 0,5-1,5 Larven und Eier je Halm) erreicht ist kann ein Insektizid zugemischt werden. Es bietet sich Karate Zeon (300 ml/ha), Fastac SC (100 ml/ha), Bulldock (300 ml/ha) und weitere zur Bekämpfung an. Bitte setzen Sie Insektizide nicht vorbeugend , sondern nur dann , wenn es wirklich nötig ist, ein.

 

Feldrandhygiene

Führen Sie an Wegen, Weg- und Feldrändern zur Vorbeugung des Einwanderns von Ungräsern oder Unkräutern wie z.B. Trespen, jährige Rispe, Storchschnabel oder Ackerwinden in die Kulturfläche eine mechanische Pflegemaßnahme durch. Sollten die Trespen schon vom Rand her in den Bestand eingewandert sein, scheuen Sie auch nicht davor zurück, mit dem Mulchgerät etwas in den Bestand zu fahren und im Zweifelsfall etwas Getreide im Randbereich mit weg zu mähen. Das sieht zwar im Moment nicht schön aus, verringert aber das Samenpotenzial für die Zukunft. Durch das Mulchen der Wegränder wird eine dichte Grasnarbe gefördert und gleichzeitig der Pilz- und Unkrautdruck auf die Kulturpflanzen gemindert. Gleichzeitig sind Feldränder wichtige Vernetzungsstrukturen und dienen als Rückzugsgebiete und Flächen, die einen Austausch von Kleinlebewesen in unserer ziemlich beanspruchten Agrarlandschaft möglich machen. Ein einmaliges Abmulchen der Ränder zur Grasblüte stellt einen Kompromiss dar und ist in den meisten Fällen ausreichend.


Eine chemische Behandlung von Wegen und Wegrändern ist verboten und wird mit Bußgeldern belegt. Zudem wird die Grasnarbe abgetötet und das Einwandern von Unkräutern und Trespen erleichtert. Diese Maßnahme erweist sich also im doppelten Sinne kontraproduktiv.



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